Daten der Familie Poppe

Daten der Familie Poppe

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Dieser Bericht und sämtliche darin enthaltene Informationen dürfen ohne Einverständnis der Autoren Albrecht Poppe und Donald C. Poppe nicht verwendet werden. Erzeugt am 22.11.2016 mit Ortsfamilienbuch© von Diedrich Hesmer, auf "poppe_2016_07_u.ged""

Johanni 1541 wurde Cord POPPE Bürger von Bremen, Gerd POPPE war sein Bürge. Cord mietete am Marktplatz eine „Bode“ (Verkaufsraum, Geschäft), zahlte Steuern, war offenbar ein erfolgreicher Kramer, der später eine Bode in der Sögestraße erwarb. Wenig wissen wir von Cord; Spuren von tausenden seiner Nachkommen konnten jedoch mit Hilfe der genealogischen Forschungen  gefunden werden.   

Die thüringische Herkunft des Namens Poppe wird erläutert im Genealogischen Handbuch bürgerlicher Familien, herausgegeben von Dr. jur. Bernhard Koerner, Görlitz, Starke 1922, Band 37, Seiten 249-269 (das Buch kann im Bremer Staatsarchiv eingesehen werden).

Der Name wird vom gotischen biudan, aldtdeutschen biotan, piotan = gebieten, entbieten, herrschen abgeleitet. Das "Deutsche Namenslexikon" (1967) von Hans Bahlow gibt dem Namen einen friesischen Ursprung.

Cords Vorfahren sind unbekannt.  Der Familienname  ist in Norddeutschland, in Holland, im flämischen Belgien, in Nordfrankreich und im amerikanischen Kontinent verbreitet. Mit der Christianisierung Skandinaviens gelangten einige Poppe vermutlich auf den Schiffen der Hanse von Bremen dorthin und blieben dort. Es besteht ein im RIETSTAP AMORIAL GENERAL abgebildetes Wappen, das einer holländischen Familiengruppe gehört.

In Bremen bildeten sich durch die Berufe verschiedene Familienzweige: Die Silber- und Goldschmiede, die Zimmer-,  Maurer- und Baumeister, die Seefahrer und die Kramer und Kaufleute.

Die Bremer Baumeister benutzten Berufswappen;  wenige sind in der Erinnerung bekannt (siehe Auszüge von Briefen des Fedor Poppe); eine Ausnahme ist der mit Wappen versehene Grabstein (Buntentor-Friedhof) des letzten Stadtbaumeisters Joh. Georg POPPE, 1769-1826.  Auf dem Riensberger Friedhof erhalten ist das Grabmal seines gleichnamigen Enkels, 1837-1915, jedoch ohne Wappen.  

1631 heiratete der Kramer und Goldschmied Cordt POPPE in Bremens Ansgarii-Kirche Susanna MOTTE, Tochter des späteren Senators Johann MOTTE und seiner Frau Johanna HERLIN, beide Kinder von Glaubensflüchtlingen aus den spanisch-niederländischen Provinzen (Hennegau, Brabant, Flandern u.a.).

Susanna brachte mit ihren Vorfahren die Verbindung bis zu Karl dem Großen und seiner vierten Frau Hildegard von Schwaben und weiter zu Karl Martell in die Ehe ein. Das Ölbild ihres Vaters Johann MOTTE hängt im Kaminsaal des Bremer Rathauses. Die Vorfahren MOTTE und HERLIN (auch HERLYN, de HERLIN) kamen aus Atrecht (Arras), Valenciennes, Wals, Tourcoing, Rijssel (Lille), Antwerpen. Die HERLIN gründeten 1935 einen Familienverband; 180 Mitglieder aus mehreren Ländern trafen sich 1998, um das 1000-jährige Bestehen des Geschlechts zu feiern.

Manche Töchter der Bremer POPPE heirateten in befreundete Bremer Familien (z.B. die Dreyer, Ebbeke, Loose, Polzin, Schabbehard), andere verließen mit ihren Ehemännern Bremen zu Städten in Europa (z.B. die Habich, Menke, Kehrmann) oder nach Übersee (z.B. die Heintzen, Kompff).

USA, Argentinien, Brasilien, Chile, Jamaika, Südafrika waren im 19. Jahrhundert die Länder der auswandernden männlichen Familienangehörigen. In dieser Datenbank sind über sie zahlreiche Angaben enthalten.

Quellen:
Staatsarchiv Bremen und Archiv der MAUS;
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven;
Focke-Museum Bremen;
Erbenliste der Christoph Poppe senr. Familienstiftung 1806-1909 von Notar Dr. Bulling;
Archiv Donald C. Poppe, USA;
Stammtafel Dannemann von Else Poppe 1937 Bremen;
Deutsches Adelsarchiv Marburg;
Veröffentlichungen des Norddeutschen Lloyds;
Published 1988 by Henry Holt & Cy. New York;
Mündliche Berichte; Schriftgut der Familien;
Grabsteinfotos; Internet-Dateien; Zeitungsberichte.

Rudolf Stein:
"KLASSIZISMUS UND ROMANTIK IN DER BAUKUNST BREMENS" Band 4;
Karl Helm:
"DIE BREMISCHEN HOLZARBEITER VOM 16. BIS ZUR MITTE DES 19. JAHRHUNDERTS";
Gerd Dettmann und Albert Schröder:
"DIE BREMISCHEN GOLD-UND SILBERSCHMIEDE" 1931;
Dr. Paul Neubaur:
"DER NORDDEUTSCHE LLOYD", 50 Jahre der Entwicklung, Leipzig, 1907;
Plagemann, Volker:
“ÜBERSEE“, Seefahrt und Seemacht im deutschen Kaiserreich,
München, Beck, 1988;
Hamburg, Axel Springer Verlag:
"UNSER FELD IST DIE WELT“ 150 Jahre Hapag-Lloyd, 1847-1997;
John Malcolm Brinnin and Kenneth Gaulin:
"GRAND LUXE: THE TRANSATLANTIC STYLE“

Carcans/Gironde und Kraainem/Brabant, Februar 2011, Albrecht H. Poppe.

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